So dann erzähle ich mal ein bisschen was über mich.

Geboren 1980 in Magdeburg, aufgewachsen u.a. in München, Pfaffenhofen und Ingolstadt. Habe dabei wegen vielen Umzügen 8 (acht) verschiedene Schulen besucht, was ich da jeweils an Bildung mitgenommen habe, kann sich jeder selbst denken. Habe mir vieles dann selbst erlesen und erfragen müssen, deshalb kann ich z.B. über die derzeitige Situation wegen Covid19 und Schule nur leicht schmunzeln, klar ist es nicht optimal, aber schlimmer geht immer.

Habe mir dann irgendwann gesagt, Schule ist jetzt genug und selbst entschlossen von der Realschule runter auf die Hauptschule zu gehen um dort den qualifizierten Hauptschulabschluss zu machen und danach in die Arbeitswelt zu gehen, ich hatte einfach genug von Schulen (meine Mum hatte das damals dann auch eingesehen und so akzeptiert, gut sie hatte nicht viele Argumente dagegen 🙂 )

Ich wusste recht schnell das ich nicht ins Büro wollte und nach kurzem Studium der Möglichkeiten, entschied ich mich für eine Ausbildung zum Zimmerer, war eine tolle Ausbildung und eine schöne Zeit, aber ich wusste dass ich das nicht ewig machen wollte und setzte mir persönlich die Deadline bis zum 30. Lebensjahr etwas anderes zu finden. 

Wie es so oft bei solchen Sachen der Zufall dann will, kam ich durch einen Bekannten, der Brandmeister bei einer WTD (Wehrtechnischen Dienststelle sprich Bundeswehr Flughafen) war, auf eben diesen Beruf. Er hat mich rumgeführt und mir ein paar Sachen erzählt und ich war interessiert. Gesagt getan und mich dem Bewerbungsverfahren gestellt und ich wurde als einer von 5 aus über Hunderten von Bewerben genommen. Die Ausbildung war wirklich klasse und lehrreich, hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und ich hatte definitiv die richtige Entscheidung getroffen. Da war ich dann Mitte 20. 

Durch Umstände musste ich mir aber nach der Ausbildung eine Stelle in der freien Wirtschaft suchen und wurde dort auch fündig in der Chemischen Industrie, wo ich bis jetzt und hoffentlich bis zu meinem Renteneintritt angestellt bin.


Geld spielte bei uns daheim nie eine große Rolle, es war einfach nicht genug da um sich darüber Gedanken zu machen. Umgehen konnte ich mit Geld aber schon immer, habe nie unnötig etwas gekauft oder habe das Bedürfnis gehabt mit etwas zu protzen, als ich dann auch mal Geld hatte. So ist es auch bis heute geblieben, wenn ich etwas haben möchte, dann warte ich auch mal ein paar Wochen oder Monate, bei größeren Anschaffungen. Wenn ich es dann immer noch haben möchte, wird es gekauft, klar gibt es auch Spontankäufe, aber diese sind dann eher die Ausnahme. 

Als ich dann meine Frau kennen lernte, im übrigen wenn ich vom investieren oder Geld im allgemeinen rede ist natürlich immer unser gemeinsames Geld gemeint, sind wir nach Suche einer gemeinsamen Wohnung, schnell aufs Kaufen gekommen, weil die damaligen(2008) Mietpreise nicht weit entfernt von Raten zum Abzahlen eines Hauses waren. So kam es, dass wir recht schnell ein Haus auf dem Höhepunkt der Finanzkrise gekauft haben, ob Miete oder Rate, zahlen mussten wir sowieso und ein Gegenwert war da. Auch diese Entscheidung war goldrichtig und das Haus ist jetzt das doppelte Wert und wird 2029 abgezahlt sein. Zwischenzeitlich wurde dann auch unser Sohn geboren.

Aktien vs. ETF

Irgendwann war dann alles gekauft, was so zu einem Haus gehört und das Geld wurde auf dem Girokonto immer mehr, schrecklich ich weiß. Also habe ich mich hingesetzt und geschaut was man damit alles anstellen könnte, das war dann ungefähr 2013/14. Schnell kommt man dann auf Aktien und/oder ETF, habe mich hier wieder viel eingelesen und schnell waren die ersten ETF gekauft. Das ganze hat mich aber nicht glücklich gemacht und es war zugegeben einfach nur langweilig. Habe dann nach ca. nem halben Jahr angefangen mit Einzelaktien und bin sehr schnell auf den Geschmack gekommen.

Wer auch schon länger dabei ist, sollte den ehemaligen Blog von Dividenden-Sammler evtl. noch kennen, der mich dann enorm in diese Richtig gelenkt hat, dort hatte auch "Karl Napf" viel geschrieben und wertvolle Tipps gegeben. Auch hatte der Alex von "Rente mit Dividende" dann mit dem Bloggen angefangen, der ebenfalls die Dividendenstrategie verfolgt und bei dem ich seit Anfang an mitlese.

Ich wusste also recht schnell das ich weder Traden oder spekulieren will(1-2 kleine Sünden hab ich trotzdem gewagt, nur um mich selbst zu bestätigen, das ganze aber im kleinen Rahmen), aber auch das mir ETF's zu langweilig waren. Mit der Dividendenstrategie habe ich für mich den richtigen Mix aus kennen lernen des Marktes und einer mir genügenden Rendite. Am Anfang wollte ich versuchen, wie wahrscheinlich so viele die damit anfangen, hohe Dividendenrenditen zu erreichen, mittlerweile versuche ich einen Mix aus hauptsächlich Dividendenstrategie, aber auch Aktien mit enormen Wachstumspotential zu kaufen. 

Dividenden

vs.

Wachstum

Da ich in der Coronakrise gemerkt habe, das eine Paypal(hätte ich damals 10k gehabt, hätte ich auch die dort rein investiert, die Aktie war beim Spinoff einfach ein Nobrainer für mich und habe sofort zugeschlagen) zB. unfassbar stabil läuft und mir hohe Gewinne beschert und ich noch gute 20 Jahre bis zur Rente habe, sind solche Vervielfacher einfach ein guter Zusatz, deshalb werde ich zukünftig auch immer wieder solche Aktien kaufen. Falls solche Aktien im Alter immer noch keine Dividenden ausschütten, kann man dann auch noch mit Gewinn verkaufen.

Also um das ganze abzuschließen, ihr solltet definitiv im Aktienmarkt investieren, egal ob mit Einzelaktien oder ETF's. Beides hat seine Reize und Daseinsberechtigung, ich für meinen Teil bleibe in Einzelaktien, da es mir Spaß macht mich mit dem Unternehmen auseinanderzusetzen und ich das kaufe was ich möchte. 

Wichtig ist anzufangen, lieber heute als morgen, auch in Tranchen und auch mit weniger Geld, mehr wird es von alleine, nur auf dem Girokonto definitv nicht.

Auch solltet ihr euch unbedingt weiterbilden oder sogar komplett umorientieren solange ihr jung seid. Dann habt ihr noch den nötigen Elan und die Zeit das alles ins Rollen zu bringen. Schaut euch meinen Lebenslauf an, wie viele hätten an irgendeinen Punkt aufgeben, alles ist möglich. Mein (gekürzter) Lebenslauf ist wirklich ein Beispiel, das man auch mit einem Hauptschulabschluss viel erreichen kann, wenn man sich nicht ausruht und Ziele hat.

Mein Ziel ist es definitiv nicht bis zum offiziellen Rentenalter zu arbeiten und dann genug Geld zu haben um eine schöne Zeit im Alter zu haben. Den eines ist sicher, die Rente mit 70 wird kommen, das ist gar nicht anders machbar, aber das ganze sollte dann ohne mich ablaufen im besten Fall.

z.B. dann hier das ist die Jansom Bay auf Koh Tao, da war ich auf Hochzeitsreise, ein stiller Ort zum Genießen.

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